16. und 24. Januar, Mitgliederversammlung 7. Februar
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Viel neues macht der Februar
Als neuen Vorstandsvorsitzenden der DPG Köln-Bonn wählte die Mitgliederversammlung am 7.2.07 einstimmig Michael Lingenthal, u.a. ehemaliger Gründungsgeschäftsführer des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes DPJW.
Michael Lingenthal bei seiner Vorstellung, Mitglieder des Vorstandes, Foto: Gericke
Mit seiner Wahl verspricht sich die Gesellschaft eine engagierte Fortsetzung der Arbeit seines Vorgängers Dr. Thesing, der durch unermüdlichen Einsatz gemeinsam mit den anderen Vorstandsmitgliedern eine erste positive Trendwende bei der Entwicklung der Mitgliederzahlen und Veranstaltungen erreichen konnte. Dafür wurde ihm im Rahmen der Veranstaltung herzlich gedankt.
Gero Gericke überreicht Blumen an Dr. Thesing zum Dank für seine Arbeit, Foto: Schneider
Nach langjähriger Verantwortung für eine sehr verantwortungsvolle Kassenführung trat Wilfried Schneider von seinem Amt als Schatzmeister zurück. Es wird übernommen von Elisabeth Schubert, die bereits als Beisitzerin im Vorstand war. Im Amt bestätigt wurden die stellvertretenden Vorsitzenden Rowitha Köhlert und Marcus Dräger sowie das geschäftsführende Vorstandsmitglied Gero Gericke und die Beisitzer Joachim Mross und Bodo Rückert. Neu als Beisitzer gewählt wurde Stephan Krüger aus Köln.
Gute Kontakte an der Basis und Spannungen in der Spitze
Während der Veranstaltung wurde ein Rückblick gehalten auf die vergangenen Aktivitäten. Sie trugen und tragen weiter auf sehr konstruktive Weise zu einer guten Verständigung auf persönlicher und basispolitischer Ebene bei. Den Kooperationspartnern bei der Durchführung der DPG- und Kooperationsveranstaltungen wurde ein ausdrücklicher Dank für die gute Zusammenarbeit ausgesprochen.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung sprach Hubert Wohlan von der Deutschen Welle über den aktuellen Stand der deutsch-polnischen Beziehungen, in erster Linie über Ursachen und Wirkungen der bewölkt bis gewittrig anmutenden politischen Großwetterlage.
Hubert Wohlan während seines interessanten Vortrags, Foto: Gericke
20 Jahre DPG Bundesverband in Berlin
Unter dem Motto "Nachbarschaft in der Mitte Europas" trafen sich DPG-Mitglieder aus ganz Deutschland sowie eine große Zahl polnischer Gäste vom 10. bis 12. November in Berlin. Neben der feierlichen Eröffnung in der Bertelsmann-Stiftung und der zweiten Verleihung des DIALOG-Preises standen mehrere Podiumsdiskussionen, Gedankenaustausch und eine Feier mit Musik und Kabarett auf dem Programm.
Schwergewichte: Steinmeier und Geremek
Einige Berliner "Beobachter" hatten Tage vor der Tagung gehöhnt, zu "so unbedeutenden Leuten" wie uns würde der Außenminister (der schon im Programm stand) wohl kaum kommen und sogar reden. Frank Walter Steinmeier (SPD) kam nicht einmal allein, sondern mit Polens liberalem Ex-Außenminister Bronis³aw Geremek. Beide hielten bedeutende Reden, die leider in den Berliner Zeitungen null Echo fanden.
Steinmeier machte Polen deutlich, dass Deutschland und auch alle anderen EU-Mitgliedern auf die heutige Warschauer Euro-Phobie nicht eingehen werden. Viele müssten sich bewegen, damit die EU-Verfassung am Ende doch real werde, doch Polen müsse sich besonders bewegen. Der Minister, eine "Säule der Großen Koalition" wie sein CDU-Innenminister-Kollege Wolfgang Schäuble, umspann seine Deutlichkeiten in Richtung Kaczysñki-Regierung zwar mit viel Blumen, doch die Linie brach nicht, und als Polen wenig später die Verhandlungen mit Moskau blockierte, gab Steinmeier nur noch weniger nach. Geremek, mitunter etwas entrückt wirkend, sprach lange nicht so klar wie diesmal in Berlin. Er hatte wohl bemerkt, dass die Deutschen überschwänglich den 50. Jahrestag des Ungarn-Aufstands gefeiert hatten, fast immer ohne Hinweis darauf, dass die Unruhe in Budapest 1956 nur als Solidarität mit Polen in Gang gekommen war. Und deshalb zog Geremek noch einmal die lange und vor allem erfolgreiche Entwicklungslinie der polnischen Opposition nach - von 1956 bis 1988/89. Damit verbunden war indirekte und deutliche Kritik an den "furchtbaren Vereinfachern", die heute in Warschau verkünden, am legendären "Runden Tisch" hätten Verräter (so Marek Jurek) gesessen.
Die Reden der Minister wurden perfekt ergänzt durch Marek Prawda, neuer polnischer Botschafter in Berlin, alter Freund aus Bonn-Kölner Tagen! Prawda entwarf unter anderem das Bild einer neuen umfassenden Ostsee-Strategie Polens sowie seiner angrenzenden EU- und Nato-Verbündeten. Dieses Stück neuer Regionalpolitik ist so wichtig wie jene in den beiden Hauptzonen des Mittelmeers.
Ein Deutscher mit so jungen wie tiefen Ost-Erfahrungen trug mit zu dem realistischen Klima bei, das die Minister und Marek Prawda geprägt hatten: Cornelius Ochmann, Bertelsmann-Repräsentant zwischen Berlin und Moskau, erklärte kühl und für einige erschreckend, dass "es" mit der Demokratie in Russland zu Ende gehe und dass die russische Elite europäisches Denken schon wieder einstelle. Sie sonne sich im ökonomischen Erfolg und die Großmacht Russland müsse inzwischen um nichts mehr betteln. Ex-Kanzler Gerhard Schröders Schweigen über Menschenrechtsverletzungen gefiel Ochmann zwar nicht. Dass aber nun Angela Merkel "die Dinge laut anspricht", werde, so der Konzern-Pfadfinder, "auch nicht viel ändern".
Kleine Initiativen mit großer Wirkung
Ganz im Zeichen der Anerkennung für die Arbeit an der Basis stand die diesjährige Verleihung des DIALOG-Preises an die Stiftung Pogranicze ("Grenzland") in Sejny, einer kleinen Stadt im Nordosten Polens, die in erster Linie durch die Arbeit der Stiftung inzwischen zu einem Symbol des friedlichen Zusammenlebens mehrerer Kulturen und Glaubensrichtungen geworden ist.
Ma³gorzata und Krzysztof Czy¿ewscy nahmen als deren Begründer den Preis entgegen, der von der DPG-Kuratoriumsvorsitzenden Frau Prof. Rita Süssmuth und Bundesverbandsvorsitzenden Dr. Angelica Schwall-Düren überreicht wurde. Es kam in den Vorträgen zur Preisverleihung und zum Jubiläum der DPG deutlich zum Ausdruck, dass es diese Basisarbeit ist, die den zwischenmenschlichen Kontakt besonders fördert und ebenfalls die DPG-Ortsgesellschaften auszeichnet. Einigkeit herrschte auch darüber, dass durch Erfahrungen der persönlichen Begegnung Grenzen leichter überwunden werden als durch Initiativen auf politischer Ebene.
Deutliche Worte: geteilte Meinungen
In den Diskussionsrunden wurde die aktuelle politische Situation nicht festlich ausgeklammert, sondern es gab deutliche kritische Stimmen - vor allem von polnischen Rednern - zu übergreifenden Einflussnahmen der polnischen Regierung im Bereich der Presseberichterstattung, der lokalen Verwaltungen und der Jugendorganisationen einschließlich Deutsch-Polnisches Jugendwerk. Die Reaktion der polnischen Gäste auf das von ihren Landsleuten dargestellte reichte von Zustimmung und Bestätigung bis hin zu Empörung über "unangemessene Nestbeschmutzung".
Zweisprachiges Kabarett: Humor verbindet
Ungeteilte Begeisterung fand der abendliche Beitrag von Steffen Möller, der sein Comedy-Programm ausnahmsweise auf deutsch mit polnischen Einlagen darbot - alles, was einem Deutschen in Polen so begegnen kann mit vielen Episoden aus seinem Buch "Polska da siê lubiæ" (Polen kann man gernhaben - ohne doppelsinnige Bedeutung...!)
Mitgliederversammlung Bundesverband
Einige Stunden dauerte die ordentliche Mitgliederversammlung
des Verbandes. Die Vorsitzende, Dr. Angelica
Schwall-Düren MdB, wurde einstimmig im Amt bestätigt,
ebenso unser Bonner Vertreter im Bundesvorstand,
Dr. Burkard Steppacher. Gero Gericke stellte im Anschluss ein Netzwerk-Internetkonzept für Bundesverband und Gesellschaften vor, das auf positive Resonanz sties. Verband und DIALOG
konnten in Berlin dank einer Spende umziehen:
NEU = Schillerstraße 59, 10627 Berlin.
Wissen, das sich lohnt: Knigge für deutsche Unternehmen in Polen
Den Knigge für deutsche Unternehmer in Polen kann man in der DPG Köln-Bonn bei Frau Roswitha Köhlert, der stv. Vorsitzenden ( T: 02262-980181 oder e-mail: koehlert@dpg-bonn.de) gegen Zahlung von 5,00 EUR erhalten. Die Lektüre lohnt sich.
DPG-Delegation in Breslau
Vom 17. bis 19. September fuhr unsere Delegation, Frau Köhlert, Herr Dräger, Herr Gericke sowie Herr und Frau Wahl, nach Breslau.
Besichtigt wurden das Breslauer Stadtmuseum im Rathaus und der alte jüdische Friedhof. Der Gedankenaustausch vor kulturellem Hintergrund brachte ebenfalls neue Kontakte und Impulse für beide Seiten.
Während einer Benefizveranstaltung im Rahmen des Miss World Contest 2006 bekannten auf Anregung von Herrn Dräger auch Miss Polen und Miss Germany Farbe für gute deutsch-polnische Beziehungen.
Hier ein paar Bild-Impressionen und Beschreibungen...
DPG-Mitglieder und ihre Gastgeber im abendlichen Gespräch
Breslauer Universität
Edith Stein im sogenannten philosophischen Lebensabschnitt
Sitz der Edith Stein Gesellschaft
Gespräche mit der Edith Stein Gesellschaft
Treffen vor dem historischen Rathaus
Besichtigung im Breslauer Stadtmuseum mit kurzweiliger Führung von dessen Direktor Dr. Maciej £agiewski
Treffen mit dem Vizepräsident der Stadt Breslau, Herrn Najnigier
Auf dem alten jüdischen Friedhof
Herr Wais informiert über den Status von Polens Bewerbung für die EXPO 2012
Mit Klick auf das Bild rufen Sie eine EXPO-Präsentation in englischer Sprache auf.
Als zusätzliche praxisnahe Information lernen die Besucher den Breslauer Wasserknotenpunkt kennen, dessen Ursprünge bis ins 10. Jh. zurückgehen. In seiner heutigen Ausführung soll er vor allem bei Hochwasser für Sicherheit sorgen.
Gero Gericke und Marcus Dräger ermunterten Miss Poland Marzena Cieslik und Miss Germany Edita Orascanin zu einem fotografischen Statement für gute deutsch-polnische Beziehungen
DPG-Sommerfest am 19. August
Unser Sommerfest fand im Haus Schlesien statt. Neben etwa 30 Mitgliedern konnten wir auch Gäste aus Zweibrücken und Polen begrüßen.
Es gab Gespräche, angeregte Diskussionen und Kulinarisches sowie einen Diavortrag über die von Marcus Dräger organisierte Zweibrücken-Fahrt zur Ausstellung über Leben und Wirken des polnischen Königs Stanis³aw Leszczynski.
Hier ein paar Bild-Impressionen vom Beginn des Festes...
Eröffnungsworte von Josef Thesing
Sommerfest-Gäste
Sommerfest-Gäste
Sommerfest-Gäste
Aktuelle Literatur mit deutsch-polnischem Bezug
Kuratorium und Vorstand trafen sich zu kreativer Sitzung
Am 15.5.2006 fand in der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Sankt Augustin ein erstes Arbeitstreffen von Kuratorium und Vorstand statt. Kurz zusammengefasst: ein sympathischer und intensiver Gedankenaustausch mit vielen wertvollen Anregungen. Bei der Umsetzung sollen eine gute und direkte Kommunikation und die Kontakte aller Beteiligten Pate stehen.
Thema: Antisemitismus in Polen
Am 23.5.2006 fand im Ludwig-Erhard-Saal der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Sankt Augustin eine interessante Veranstaltung statt. Die DPG Köln-Bonn und die KAS hatten gemeinsam zu einem Vortragsabend zum Thema Antisemitismus in Polen eingeladen. Als Referent konnte der Journalist und Politikwissenschaftler Basil Kerski, 37 Jahre und in Danzig geboren, Chefredakteurdes von dem Bundesverband der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in Berlin herausgegebenen deutsch-polnischen Magazins "Dialog" gewonnen werden.
Kerski erläuterte den 45 Zuhörern die Problematik dieses heiklen Themas. Er selbst hat gerade erst zusammen mit Bernd Kauffmann ein Buch mit dem Titel: Antisemitismus und Erinnerungskulturen im postkommunistischen Europa herausgegeben. Seine Sachkunde sowie die offene und feinfühlige Darstellung fand bei dem Publikum viel Zustimmung. Auch scheute er sich nicht, die historischen Wurzeln des Antisemitismus darzulegen, den Beginn eines Aufklärungsprozesses in Polen über die Vergangenheit zu schildern und auch die Gefahren der politischen Entwicklung nach den letzten Wahlen zu analysieren.
Das Problem ist nicht neu, gegenwärtig erlebt Polen durch die Beteiligung von zwei radikalen Parteien an der Regierungskoalition, denen von Ireneusz Krezminski eine neue "antisemitische Sprache" vorgeworfen wird, eine schwierige politische Phase. Die in den Programmen der radikalen Parteien ("Liga polnischer Familien" und Bauernpartei "Selbstverteidigung") und von dem Radiosender Maryja zum Ausdruck kommende Mischung aus Antisemitismus, Nationalismus und Regierungspropaganda gibt Anlass zur Sorge.
Der Abend war interessant, inhaltsreich und für die Zuhörer bereichernd an Wissen und Verständnis. Das war in erster Linie das Verdienst von Basil Kerski, der auch in der anschließenden Diskussion mit viel Sachkenntnis Fragen beantwortete. Die DPG Köln-Bonn dankt der KAS für die Mitwirkung.
DPG auf dem Europatag am 6. Mai
Herr Mross gestaltete unseren Stand und informierte zahlreiche Gäste! Zwei Fotos, aufgenommen von Herrn Thesing und Frau Doutch, geben einen Eindruck.
Lesung und Buchbesprechung "Sonate für S."
Auf sehr großes Interesse stieß die Lesung im Haus der Geschichte am 29. März, die im Rahmen des
Begleitprogramms der Wechselausstellung "Flucht, Vertreibung, Integration" in Kooperation mit der
Bundeszentrale für politische Bildung stattfand. Der Saal war bis zum letzten Platz und darüber hinaus besetzt und einige Besucher kamen leider nicht mehr rein. Die Zuhörer und Zuhörerinnen erlebten eine lebendige und interessante Darstellung der versöhnlich-emotional ausgerichteten Geschichte zu Stettin/Szczecin von Artur Daniel Liskowacki.
Andrzej Stach las Ausschnitte aus dem Buch und moderierte die zahlreichen Fragen, die nach dem Vortrag aus dem Publikum kamen. Erwähnenswert ist auch die hervorragende Übersetzung von Hubert Wohlan, die den spannenden Vortrag zusätzlich bereicherte und ausdrucksstark untermalte.
Der frühere Bundestagsabgeordnete, langjährige Generalsekretär des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken und gegenwärtige Vorsitzende der Maximilian-Kolbe-Gesellschaft, Dr. Friedrich Kronenberg, wurde zum Vorsitzenden des Kuratoriums der Deutsch-Polnischen-Gesellschaft Köln-Bonn e.V. gewählt.
Wie der Vorsitzende der DPG Köln-Bonn, Josef Thesing, erklärte, wurde Dr. Kronenberg wegen seiner langjährigen Erfahrung und tatkräftigen Mitwirkung in den deutsch-polnischen Beziehungen ins das Kuratorium berufen und auf der Sitzung am 26.1.2006 zum Vorsitzenden gewählt.
Die Wahl der stellvertretenden Vorsitzenden fiel auf Susanne Bonenkamp, Kulturreferentin des Rheinisch-Bergischen Kreises, die sich insbesondere auf kultureller Ebene für den Austausch mit unserem östlichen Nachbarn engagiert. Ein Highlight ist hierbei das seit 6 Jahren stattfindende Forum-Ost-West.
Weitere Mitglieder des Kuratoriums sind Prof. Dr. Dittmar Dahlmann, Prof. Dr. Dowe, Dr. Helmut Herles, Heinz Jacobs, Prof. Krzysztof Meyer, Dr. Hildegard Stausberg, Angelika Stutterheim und Jürgen Wahl.
Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder!.
Falls Sie noch kein Mitglied sind und in den Genuss der Mitgliedschaft kommen wollen, füllen Sie einfach im DPG-Flyer den Antrag aus und senden Sie ihn uns zu.
Was bietet die DPG außer interessanten Veranstaltungen noch? Unser Info als Druckversion, den Bezug des zweisprachigen Deutsch-Polnischen Magazins DIALOG und viele sympathische Kontakte sowie neue Erfahrungen mit unserem Nachbarland. Seien Sie dabei!